Feste und Feiertage

Weihnachten mal anders – Traditionen weltweit

14. Dezember 2018
Weihnachten Traditionen weltweit

Weihnachten Traditionen weltweit

Tannenbäume, Christkindlmärkte, Adventskalender und viel Zeit für die Familie – So lässt sich die gemütliche Weihnachtszeit sowohl in Österreich als auch in Deutschland beschreiben. Doch wisst ihr eigentlich, wie andere Länder Weihnachten feiern? Seid gespannt, sicherlich wird euch der eine oder andere Brauch überraschen!

Schweden

Das Luciafest

Die Schweden lieben die Weihnachtszeit. Um sich richtig auf die Feiertage einzustimmen, findet am 13. Dezember traditionell das Luciafest statt. An diesem Tag verkleiden sich einige Mädchen als Lucia und besuchen gemeinsam mit den Sternenknaben Schulen, Kindergärten, Altenheime und Arbeitsplätze. Traditionell trägt die Lucia ein weißes Gewand, ein rotes Band um die Taille und einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf.

Die Wichtel

In Schweden bringt nicht das Christkind die Geschenke, sondern der Hauswichtel Tomte mit seinen Gehilfen Tomtebisse und Nisse. Um ihnen eine Freude zu machen, stellen die Kinder eine Nacht vor Heiligabend Milchbrei vor ihre Haustür. Hat den Wichteln der Brei geschmeckt, gibt es besonders viele Geschenke.

Eine Ente zu Weihnachten

Am 24. Dezember ist für die Schweden wie für uns der wichtigste Tag der Weihnachtszeit. Während sich Familien in Deutschland gerne den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ansehen, schauen sich alle Kinder in Schweden vor der Bescherung Kalle Anka, also Donald Duck, an.

Japan

Das Fest der Liebe

Für die Japaner ist Weihnachten in erster Linie ein Fest für Paare. Wer an Weihnachten um ein Date gebeten wird, kann sich sicher sein, dass es sich um die große Liebe handelt. Da es kein öffentlicher Feiertag ist, müssen die Japaner auch an Weihnachten arbeiten. Dafür ist die Vorfreude auf Silvester umso größer, denn diesen Tag feiern die Japaner ausgiebig mit ihren Familien.

Die Begeisterung nimmt zu

Trotzdem haben sich die Japaner in den letzten Jahren von dem Trubel um Weihnachten anstecken lassen. Deshalb sind die Innenstädte festlich geschmückt und überall blinkt und leuchtet es. Es werden auch kleine Geschenke verschenkt, besonders an die Kinder. Da es nicht einfach ist eine Weihnachtsgans zu kaufen, bestellen die Familien einfach panierte Hühnchen bei einer Fastfood Kette.

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Mexiko

Punsch und Piñatas

Im Dezember ist es in Mexiko noch immer warm, außerdem regnet es kaum. Ab dem 15. Dezember herrscht Hochbetrieb auf den Straßen Mexikos. Denn es beginnen die neuntägigen „Posadas“. Dabei wird die Herbergssuche von Marie und Josef nachgestellt. Man lädt in sein Haus ein und isst dort zusammen Gebäck, trinkt Punsch und zerschlägt Piñatas, die mit Nüssen und Bonbons gefüllt sind.

Gute Laune und Freudentänze

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember besuchen die Mexikaner die Mitternachtsmesse. Danach findet traditionell der „Baile de la Flor“, ein Freudentanz mit Feuerwerk, statt. Das typische Weihnachtsessen ist Fisch mit „Mole“, einer Sauce aus Chili und Schokolade.

Die Bescherung

Nach dem Essen gibt es die Geschenke. Diese werden von Papa Noël oder Santa Claus gebracht. Die Kinder bekommen an Weihnachten häufig nützliche Geschenke und werden am Dreikönigstag mit Spielzeug beschenkt.

Belgien und die Niederlande

„Sinterklaas“ und „Zwarte Piet“

Zwar bringen in Belgien und den Niederlanden sowohl der Nikolaus als auch der Weihnachtsmann Geschenke, doch anders als in Österreich ist der Nikolaustag das Highlight der Weihnachtszeit. Wenn der „Sinterklaas“ gemeinsam mit seinem Gehilfen dem „Zwarte Piet“ die Schuhe mit Geschenken füllt, ist die Vorfreude riesig. Doch die Spannung ist groß, denn nur artige Kinder werden reich beschenkt. In den Niederlanden wird am 5. Dezember gefeiert, in Belgien am 6. Dezember. Den ganzen Tag über ist die Familie zusammen, es wird gegessen und die Stimmung ist ausgelassen.

Die zweite Bescherung

Wenn der Nikolaustag zu Ende ist, bereiten sich die Familien auf Weihnachten vor. Der „Kerstmann“ bringt am 25. Dezember ein zweites Mal Geschenke, diese fallen für die Kinder aber nicht so üppig aus wie an Nikolaus. Der Tannenbaum ist schon lange geschmückt und alle freuen sich auf ein Festessen, das häufig aus Fasan, Kaninchen oder Gänseleberpastete besteht.

Die Weihnachtsinsel

Alles andere als weihnachtlich

Diese zu Australien gehörende Insel führt uns mit ihrem Namen hinters Licht. Denn was sich nach Weihnachtsbäumen, Adventskalendern, Rentieren und Geschenken anhört, ist leider nicht ansatzweise so festlich, wie es klingt. Die Insel trägt ihren Namen nämlich nur, weil sie an Weihnachten im Jahr 1643 entdeckt wurde.

Zuhause ist es doch am schönsten

Doch auch, wenn euer Traum von festlichen Weihnachtstagen auf der Weihnachtsinsel nun geplatzt ist, sind wir ehrlich: Euer eigenes Weihnachtsfest gefällt euch bestimmt immer noch am besten! Wo ihr dieses Jahr auch feiern mögt, wir wünschen euch „God Jul“, „Merii Kurisumasu“, „Feliz Navidad“, „Prettig kerstfeest“ oder auch einfach fröhliche Weihnachten!

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